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Common Ground. Literatur aus Südosteuropa    
Schwerpunktregion der Leipziger Buchmessse 2020-2022


Zum ersten Mal in der Geschichte stellen in diesem Jahr alle Länder Südosteuropas ihre Literatur und ihre Autor*innen gemeinsam vor: auf einem Stand und mit einem Programm auf der Leipziger Buchmesse. Als Schwerpunktregion 2020–2022 der Leipziger Buchmesse will „Common Ground. Literatur aus Südosteuropa“ die Qualität und die Vielfalt der literarischen Welten aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kosovo, Kroatien, Montenegro, Nordmazedonien, Rumänien, Serbien und Slowenien greifbar machen. So unterschiedlich die Länder, ihre Völker, Sprachen, Religionen, ihre Geschichte und ihre Geschichten auch sein mögen – drei Jahre lang soll das Verbindende im Vordergrund stehen. Es soll ein anderes, ein authentischeres Bild vom Balkan vermittelt werden – jenseits der Katastrophen, Klischees und Vorurteile.



Common Ground in Leipzig erleben

Aus jedem der beteiligten Länder reisen jeweils zwei Autor*innen nach Leipzig, um auf der gemeinsamen Bühne, dem Common Ground-TRADUKI Forum (Halle 4 D507) ihre Erfahrungen zu teilen und ihre Werke vorzustellen. Bei rund 20 Lesungen und Gesprächsrunden vermitteln sie ihre persönlichen Erfahrungen zum Jahresthema „Herkunft und Zugehörigkeit“. Zahlreiche bedeutende zeitgenössische Autor*innen, die sich auf dem deutschsprachigen Markt schon einen Namen gemacht haben, werden erwartet. Darunter etwa Mircea Cărtărescu, Lidija Dimkovska, Angel Igov, Drago Jančar, Elvira Mujčić und Damir Ovčina, deren jüngste Übersetzungen aus dem vergangenen Jahr stammen. Das vollständige Programm finden Sie hier.


Angel Igovs »Die Sanftmütigen« für Leipziger Buchpreis nominiert



In Bulgarien war Angel Igovs Roman war eine kleine Sensation. Nun ist das Buch "Die Sanftmütigen“, das 2019 im eta Verlag erschien, für den Leipziger Buchpreis in Kategorie Übersetzung nominiert.  Ein besonders sensibler, unaufgeregter Roman über eines der gravierenden Tabus der bulgarischen Geschichte nach 1944: die Etablierung einer kommunistischen Volksrepublik sowjetischer Prägung. Von Andreas Tretner großartig übersetzt.


Autor*in im Fokus: Georgi Gospodinov

Georgi Gospodinov zählt zu der obersten Liga der europäischen Autoren und wird für seine meisterhafte Erzählkunst gelobt. Seine Werke wurden bereits in über 20 Ländern übersetzt.  Der 1968 in Jambol in Bulgarien geborene Autor schreibt unter anderem Gedichte, Prosa und Theaterstücke. Für seinen Roman „Physik der Schwermut“ erhielt er beispielsweise mehrere Preise. Blind Vaysha (2016), basierend auf Gospodinovs gleichnamiger Kurzgeschichte, wurde 2017 für einen Oscar in der Kategorie Bester animierter Kurzfilm nominiert. Zuletzt sind auf Deutsch der Gedichtband Lapidarium (eta Verlag 2017) und die Kurzgeschichtensammlung 8 Minuten und 19 Sekunden (Droschl 2016) erschienen. Derzeit ist Gospodinov Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin.


Ein Hauch von Balkan: Common Ground in der Stadt




Einen Eindruck von der facettenreichen Kultur Südosteuropen geben auch die drei Abendveranstaltungen in Leipzig. Höhepunkt ist die bereits legendäre Balkannacht im UT Connewitz am 14. März. Besucher*innen können sich wieder auf eine einzigartige Mischung aus Literatur, Musik und Film aus Südosteuropa freuen. Für lodernde Stimmung wird der ungarischstämmige „Teufelsgeiger“ Félix Lajkó mit seinem Trio sorgen.  Die Balkannacht zählte bereits in den letzten Jahren zu den Highlights im „Leipzig liest“-Programm. Zuvor erklingen beim poetischen Abend „Zugezogen. Feminin“ im Kaiserbad die Stimmen junger Lyrikerinnen (12.03.). Und beim Casino-Abend im Literaturhaus Leipzig „Die guten Tage“ machen Kurzlesungen von frisch in deutscher Sprache erschienenen Werken im Wechsel mit Wein und Musik Appetit auf Südosteuropa (13.03.).



Balkan Film Week


Was passiert, wenn ein albanischer Hirte in einer Moschee ein christliches Heiligenbild findet? Wenn eine junge Philosophiestudentin aus Montenegro die nach dem Jugoslawienkrieg neu gezogenen Grenzen überschreiten und versöhnen will? Und wie outet man sich in einem Land als Transvestit, in dem schon die Teilnahme an einer Gay Parade verboten ist? Diese und zahlreiche andere Fragen behandeln die acht Filme der 2. Balkan Film Week, die vom 2. bis 5. März im UT Connewitz veranstaltet wird und mit denen sich die Besucher*innen auf Schwerpunktregion 2020–2022 der Leipziger Buchmesse  einstimmen können. Mehr Informationen zur Balkan Film Week finden Sie hier.

Als Schwerpunktregion 2020–2022 der Leipziger Buchmesse will „Common Ground. Literatur aus Südosteuropa“ die Qualität und Vielfalt der Literatur aus dem Südosten Europas einem breiteren deutschsprachigen Publikum näherbringen. Das ambitionierte Projekt wurde von TRADUKI, dem europäischen Netzwerk für Bücher und Literatur, gemeinsam mit der Leipziger Buchmesse ins Leben gerufen. Das Netzwerk TRADUKI ist ein Projekt des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten der Republik Österreich, des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland, der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia,der Interessengemeinschaft Übersetzerinnen Übersetzer (Literaturhaus Wien) im Auftrag des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport der Republik Österreich,des Goethe-Instituts, der S. Fischer Stiftung, der Slowenischen Buchagentur JAK, des Ministeriums für Kultur der Republik Kroatien, des Ministeriums für Äusseres, Justiz und Kulturvon Liechtenstein, der Kulturstiftung Liechtenstein, des Ministeriums für Kultur der Republik Albanien, des Ministeriums für Kultur und Information der Republik Serbien, des Ministeriums für Kultur Rumäniens, des Kulturministeriums von Montenegro, der Leipziger Buchmesse, des Ministeriums für Kultur der Republik Nordmazedonien und des Ministeriums für Kultur der Republik Bulgarien.


KONTAKT:

Pressebüro "Common Ground. Literatur aus Südosteuropa"
Mirjam Flender, Kirsten Lehnert
kommunikation2508
presse@projekt2508.de
+49 228 184967-24

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